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Luther trifft Krippenspiel

Auf dem Foto sieht man ein Kind als Engel auf einer (Himmels-)Leiter.

Den Gottesdienstbesuchern bot sich am Heiligen Abend in Albachten zum traditionellen Krippenspielgottesdienst ein ungewohntes Bild!

Kein beleuchteter Stall, kein Bethlehemstern und auch kein angedeutetes Wirtshaus, an dessen Tür die müden Reisenden klopfen konnten.

Dafür wurden die Kinder und ihre Familien schon an der Tür von einer großen und einer kleinen Katharina von Bora und Martin Luther begrüßt! Überall auf dem Fußboden verteilt lagen Kleidungsstücke und auf dem Altar stand ein geflochtener Wäschekorb.

"Herzlich willkommen im Haus Luther, wir haben den 20. Dezember, die Kinder sind unruhig, Martin versucht, seine Predigt zu schreiben, seine Frau Käthe stillt das jüngste Kind, einige Kinder spielen Flöte!"

Und da beginnen auch schon einige der 6- bis 8-jährigen Schauspielerinnen auf der Flöte das allen bekannte Lied "Vom Himmel hoch da komm ich her" zu spielen!

Martin Luther, gespielt vom 16 Jahre alten Jona, erklärt den Kindern und der Gemeinde, dass er dieses Stück seiner Zeit für seine Kinder geschrieben hat. Als er sich auf die Weihnachtspredigt vorbereitete und dabei seine Kinder musizieren hörte, dachte er sich, man müsse die Weihnachtsgeschichte den Kindern erzählen, am besten in einem Lied! Und so sollen Luthers Kinder das erste Krippenspiel aufgeführt haben.

Martin schreibt 14 Strophen, lässt den Engel erzählen, der vom Himmel auf die Erde kommt, um den Menschen eine "gute Mär" zu bringen.

"Eine was???" Unterbricht ihn ein kleines Mädchen! "Eine Mär? Was ist das, Vater?"

Geduldig beginnt Luther zu erklären, dass ein "Märchen" eine KLEINE Geschichte ist, während ein "Mar" eine GROßE Geschichte ist. Und diese Mär ist DIE EINE große Geschichte. Wieder wird er von einem Kind unterbrochen:" Vater, die Geschichte kenne ich, es ist die Weihnachtsgeschichte, richtig? Ich will der Engel sein in der Geschichte, Mutter, können wir uns verkleiden? Ich will der Engel sein!"

Und so entsteht vor den Augen der Gemeinde ein immer größer werdendes Bild. Nach jeder Strophe, die Luther aus seinem Lied vorliest, werden die Kinder von Käthe eingekleidet und versammeln sich auf einem großen Tisch, damit alle sie gut sehen können. Der Wäschekorb dient als Krippe und, als alle Kinder ihre Rolle gefunden haben, schmettern sie ein kräftiges "Gloria Gloria Halleluja" und mit der Gemeinde singen sie: "Vom Himmel hoch!"

So findet das Reformationsjubiläum im Krippenspiel in Albachten seinen würdigen Abschluss.

Die KATHI Franko

 

Krippenspiel in Roxel

Foto zeigt die Kinder, die beim Krippenspiel mitgewirkt haben.

Ein  herzliches Dankeschön  an die Krippenspielkinder

Mit ganz viel Freude und Engagement übten die Krippenspielkinder in der Nicolaikirche das Krippenspiel ein und ernteten dafür reichlich verdienten Applaus!

  • Fotos zeigen Kinder beim Proben des Krippenspiels

Die Darstellung der "Weihnachts-Story" aus zwei verschiedenen Welten

  • der Welt vom Evangelisten Lukas und
  • der Welt von heute

hat allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht.

 

 

  • Fotos zeigen Kinder beim Proben des Krippenspiels

  • Fotos zeigen Kinder beim Proben des Krippenspiels

(Text und Fotos: Eva Csury)

 

 

Die Musik-WG

Schon beim Betreten der Nicolaikirche merkte man am Samstag, dem 09. Dezember, dass etwas Besonderes auf dem Programm stand. Im Gemeinderaum waren Getränke aufgebaut und der Geruch von gebackenen Brezeln lag in der Luft.

Im Kirchenraum bescherten uns dann die Künstler Miriam Köpke und Matthias Ortmann eine musikalische Komödie. Thema war das Leben in ihrer WG in der Weihnachtszeit. Da gab es Streitigkeiten um die Krümel, die "Mann" nach dem Keksessen liegen lässt, über das Weihnachtsdinner (ob Braten oder Vegan) bis hin zur Christbaumdekoration bei der "Frau" sich überfordert sah.

Das alles wurde musikalisch dargebracht und das Repertoire reichte von traditioneller Weihnachtsmusik über Pop und Musical bis hin zur Oper. Alles unterstrichen von Schnee aus der Tüte, Nebel aus der Sprühdose, sehr viel Humor und Charme. Zwischendurch waren auch die Zuschauer aufgefordert, einige Lieder mitzusingen.

 

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend, bei dem viel gelacht und geschmunzelt wurde.
Eine sehr schöne Einstimmung in die Weihnachtszeit.

(Doris Runte)