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Jugendarbeit und Corona

Die aktuelle Lage hat auch auf unsere Jugendarbeit Auswirkungen: Statt gemeinsamer Treffen im MCH treffen wir uns nun online, entweder mit dem Sprachprogramm „Discord“ oder mit der Software für Videokonferenzen „Zoom“. Gerade Letzteres hat in den vergangenen Wochen einen richtigen Boom erlebt, quer durch alle Landeskirchen hindurch.
Doch obwohl man meinen könnte, dass die Umstellung für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einfach sei, kommt es auch hier in der Praxis zu manchen Stolpersteinen. „Wie wird welches Programm installiert?“ „Wo muss ich mich registrieren?“, sind Fragen, die vor ein paar Monaten in unserer Gemeinde sehr selten gestellt wurden.
Wir treffen uns meistens zu unseren „üblichen“ Zeiten, um zu quatschen, zusammen Onlinespiele zu spielen und auch gemeinsame Andachten zu halten. Und wenn wir bei dem Spiel „Minetest“ (ein „Minecraft“-Klon) gemeinsam das Matthias-Claudius-Haus nachbauen, lässt sich auch eine Verbundenheit spüren, obwohl man die anderen Gesichter nur auf dem Bildschirm sehen kann.

Grundriß des Matthias-Claudius-Haus Online

Diese außergewöhnliche Zeit bringt für uns alle Veränderungen mit sich; manchmal sogar Opfer. Wie die Jugend unserer Gemeinde damit umgeht, lesen Sie in den folgenden Beiträgen.
„Wie geht es mir seit der Covid-19-Pandemie?“

Fanny: „Verhältnismäßig ganz gut, würde ich sagen. Klar vermisse ich es, Freunde zu treffen und auch die Maskenpflicht geht mir insbesondere in meinem Job im Bioladen auf die Nerven. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich die Zeit, die ich im Moment mehr habe, gar nicht richtig wahrnehmen und ausnutzen kann. Zeit wird für mich wertvoll durch die Erlebnisse, die man in ihr erlebt und die in Erinnerung bleiben, woran es mir im Moment eher mangelt.
Trotz alledem versuche ich positiv zu bleiben. Viele Schwierigkeiten, bezogen auf die unterschiedlichsten Einschränkungen, vor denen ich zu Beginn Respekt hatte, sind gar nicht eingetreten oder ich konnte leicht eine Lösung finden. Außerdem habe ich das Inlineskaten für mich entdeckt.
Ich will damit sagen, dass es hilfreich sein kann, eine positive Seite für sich selbst aus der aktuellen Situation zu ziehen, ob das nun Sport ist, Zeit für Familie oder Sonstiges.
Ich freue mich schon auf die kommende Zeit nach der Krise, darauf, die Unternehmungen und Erlebnisse bewusster und intensiver wahrnehmen zu können.
Somit wünsche ich allen noch ein angenehmes Aushalten, auf dass wir alle das Beste daraus machen!“

Adriana: „Meine Tagesstruktur hat sich sehr geändert: Keine Schule mehr (nicht regelmäßig), wenig Unternehmungsmöglichkeiten… .
Man muss kreativ werden und kann nicht so viel erleben. Doch ich muss sagen: Hier geht es uns gut! Ich möchte in dieser Zeit nicht in Italien oder Spanien sein/leben.
Wenn wir alle etwas solidarisch denken, wird es einfach für alle - also Maske nicht vergessen.
Und gegen Langeweile hilft vielleicht mal wieder ein gutes Buch, jetzt ist ja Zeit zum Lesen.“

Krissi: „Corona hat mir persönlich sehr zugesetzt. Zu Hause bildet sich ein Pulverfass, von dem man nicht runterkommt, und Prüfungsstress macht es nicht einfacher, da mal runter zu klettern und sich 'ne Auszeit zu gönnen. Ich fühle mich, als würde die Zeit schneller fortschreiten als sonst und als käme ich nicht ganz hinterher. Ich bin leicht überwältigt.“

Frage: „Was machst du denn, um mit dieser Situation umzugehen?“

Krissi: „Um ehrlich zu sein? Durchhalten. Ich hab zu den Prüfungen auch ganz viel zu sagen und zu bemängeln - aber auch, wenn's doof ist: Ich muss halt durch.“

Bleiben Sie gesund und fröhlich! Dirk Reuken