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Halbzeitpause: Bei der zurückliegenden Fußball-WM war sie für manchen so wichtig, wie das Spiel selbst.

Halbzeit hatte auch das Presbyterium im April, zwei Jahre nach seiner Einführung. Halbzeit ist auch immer eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Für eine Bilanz hält man inne, fiert gewissermaßen für einen Moment die Bewegung ein und schaut, wo man steht. Diesem Blick auf das bisher Erreichte dient die Gemeindeversammlung am 16. September. Wenn sie auch kirchenrechtlich keine parlamentarische Versammlung darstellt, so wird hier doch evangelische Basisdemokratie gelebt. Und die Bilanz der Gemeindeleitung kann und soll von allen Gemeindemitgliedern hinterfragt werden.

Einige Pluspunkte dieser Bilanz sollen hier bereits aufgezählt werden:
Vor allem ist die längerfristige und umfangreichere Anstellung unseres Jugenddiakons Dirk Reuken zu nennen. Mit der Schaffung dieser Ressource investiert die Gemeinde in ihre eigene Zukunft, indem sie Kindern, Jugendlichen und jungen Familien gezielt Angebote für Freizeit und Austausch anbietet. Angebote, die jeden Interessierten erreichen sollen, ohne Hemmschwellen aufzubauen - auch kirchliche Hemmschwellen sind damit gemeint.
Auch bei der Gestaltung und Ausrichtung der Gottesdienste haben wir - nach den inzwischen mehr als fünf Jahren zurückgehenden ersten "Reformen" - eine gute Abfolge der Gottesdienste und einen ausgewogenen Mix verschiedener Gottesdienstformen erreicht.
Der dritte große Punkt kann sicher noch nicht als fertig gestellt bezeichnet werden: Es geht um die Zukunft unserer Gebäude. Hierzu wird es auf der Gemeindeversammlung detaillierte Informationen geben. Es sei an dieser Stelle bereits vermerkt, dass hier der Weg in die Zukunft geplant ist und nun bei den zuständigen Stellen weiter verfolgt wird.
Zu einer Bilanz gehört auch immer ein Ausblick: Dieser ist aktuell von dem bevorstehenden Weggang unseres Pfarrers Stephan Draheim geprägt. Die Situation wird dem Presbyterium Arbeit, aber auch Gestaltungsmöglichkeiten bringen. Die Möglichkeit zur Gestaltung bedarf immer des Willens zur Gestaltung, um Früchte zu tragen. Ein über zwei Jahre miteinander eingespieltes und (wenn das hier aus Innensicht gesagt werden kann) engagiertes Presbyterium wird diese Aufgabe als Chance begreifen. Die Gemeinde wird sich auf Übergangslösungen ebenso einstellen müssen wie auf Veränderungen. Aber auch alle Gläubigen unserer Gemeinde können und sollten diesen Übergang als Chance verstehen.

(Volker Neveling)