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Am 16. September fand im Matthias-Claudius-Haus in Albachten im Anschluss an den Gottesdienst eine Gemeindeversammlung statt. Mit dieser jährlichen Versammlung soll zum einen die Gesamtgemeinde über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben informiert werden - in diesem Sinne stellt sie also einen Arbeitsbericht der Gemeindeleitung vor. Zum Anderen sollen Anregungen der Gemeindemitglieder aufgenommen und in der folgenden Zeit weiter verfolgt werden - es geht hierbei also um Rückmeldungen von der Gemeindebasis.

Die diesjahrige Gemeindeversammlung hatte zwei gewichtige Themen: 

  • Den Weggang von Pfarrer Stephan Draheim in eine neue Position
  • Das aktuelle Bauvorhaben rund um die Nicolaikirche in Roxel.

Nachfolge von Pfarrer Stephan Draheim

Zum erstgenannten Punkt haben wir nach der Gemeindeversammlung intensiv weitergearbeitet, un nun einen guten, abschließenden Stand erreicht. Ab dem 01.01.2019 werden die beiden Pfarrer Johannes Krause-Isermann und Dr. Christoph Nooke je eine halbe Stelle in unserer Gemeinde zur pastoralen Grundversorgung für mindestens ein Jahr bekleiden. Danach wird die Pfarrstelle dauerhaft neu besetzt werden. Somit sind in unserer Gemeinde die Gottesdienste aus eigener Kraft gesichert. Das gleiche gilt für alle Amtshandlungen aus besonderem Anlass wie Taufen, Trauungen und Trauerfeiern. Besonders wichtig ist auch, dass der kirchliche Unterricht unsrer Konfirmanden aus der Gemeinde heraus gewährleistet ist. Das alles geschieht nahtlos ab dem 1. Januar 2019. Die beiden genannten Pfarrer werden also zusammen mit unserem Gemeindediakon Dirk Reuken und der Pfarrsekretärin Annette Giesen ein überzeugendes, professionelles Team bilden. Zur Zeit gibt es noch keine eigene Vorstellung unserer beiden "Neuen", aber es wird in den kommenden Wochen zu den verschiedensten Anlässen Gelegenheit geben, einander kennenzulernen. Eventuelle Anfragen an unsere Beiden Gastdienstpfarrer laufen über das Gemeindebüro unter der bekannten Telefonnummer.

Pfarrer Draheim ist es wichtig, seinen Wechsel nicht als Weggang aus der Gemeinde zu verstehen, sondern als eine in jeder Berufslaufbahn übliche und bei Pfarrern unserer Landeskirche auch gebotene Hinwendung zu neuen Aufgaben. Sich von ihm zu verabschieden, soll am 13. Januar 2019 in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang möglich sein.

Verabschieden Sie mit uns Pfarrer Draheim und heißen Sie Pfarrer Krause-Isermann und Pfarrer Dr. Nooke willkommen. Allen dreien gelten unsere Glück- und Segenswünsche für ihre neuen Aufgaben und Berufungen.

Grundstücksentwicklung Roxel

Zum zweiten Thema: Auf den vorherigen Gemeindeversammlungen wurde zusammen mit der Gesamtgemeinde die Zukunft unserer kirchlichen Finanzen und der Grundstücke nebst Gebäuden diskutiert. Wie schon seit längerem bekannt, beabsichtigt die Kirchengemeinde, den Gebäudebestand dahingehend zu sanieren, dass er den heutigen Anforderungen ans Gemeindeleben besser entspricht, als die heutigen Gebäude es tun. Dabei soll insbesondere die finanzielle Tragfähigkeit in den Blick genommen werden, denn die jetzigen Gebäude mit ihrem Abschreibungs-, Unterhalts- und Sanierungsbedarf engen den Haushalt immer weiter ein und zehren den finanziellen Spielraum für gemeindliche Arbeit auf. Die Abgabe besteht also darin, auch zukünftig in der Gemeinde mit eigenen Räumen für Junge und Alte, für regelmäßige Kreise ebenso wie für Einzelveranstaltungen, für große und kleine Gruppen, für Sonntags- und Festgottesdienste präsent zu sein, ein Gemeindebüro zu unterhalten sowie für das alles auch Mittel, Ausstattung und Personal zu haben.

Foto zeigt ein Bild der Nicolaikirche von 1980
Nicolaikirche - Postkarte 1980

Seit nunmehr etwa zwei Jahren ist deutlich, dass sich dieses Ziel am besten mit einer kombinierten Nutzung des Grundstücks an der Paul-Gerhard-Straße erreichen lässt. Diese würde die Belastung unseres Gemeindehaushalts durch die Gebäude erheblich mindern und zugleich aus der anderweitigen Nutzung Einnahmen generieren, die dem Haushalt Mittel für Ausstattung und Personal zuführt.

Inzwischen hat die Kirchengemeinde einen professionellen Partner als Investor gefunden; es handelt sich um den Unternehmer Thomas Vennemann aus Nordwalde. Mit dem Paulushof der benachbarten katholischen Kirchengemeinden in Mecklenbeck hat er bereits Erfahrung in der Neuentwicklung von kirchlich genutzten Grundstücken und Gebäuden. Zwar ist das Vorhaben noch nicht abschließend genehmigt, aber das folgende lässt sich bereits sagen: Die Kirchengemeinde überlässt dem Investor das Grundstück gegen Zahlung einer Erbpacht. Im Gegenzug wird Herr Vennemann darauf bauen und dabei sowohl kirchliche als auch privat- nämlich als Wohnunen - genutzte Räume erstellen. Ein Teil dieser Wohnungen ist seniorengerecht ausgeführt; dieser sozial und demopraphisch bedeutsame Aspekt war dem Presbyterium neben anderen sehr wichtig. Die dann von unserer Gemeinde zurückgemieteten Kirchenräume werden aus der zufließenden Erbpacht finanziert. Damit ist die Finanzierung auf Dauer tragfähig.

Foto der Nicolaikirche 2012
Nicolaikirche 2012

Auf der Gemeindeversammlung ging es vor allem um die detaillierte Ausgestaltung der Gebäude. Dabei wurde deutlich, dass eines der beiden Gebäude mit seiner Fassade komplett der Kirche zugeschrieben wird. Die Fassadengestaltung wird dies deutlich machen. Wie bisher ist dieser Bereich von der Paul-Gerhardt-Straße aus zugänglich, wo auch die öffentlichen Parkplätze vor der Kirche erhalten bleiben. Der Wohnbereich wird dagegen von der seitlich abgehenden Carossastraße aus erschlossen, so dass sich kirchliche und private Nutzung auch nicht gegenseitig stören. Die Erkennbarkeit als kirchliches Gebäude äußert sich nicht nur in der entsprechend gestalteten Fassade, sondern auch in einem großen von der Gemeinde zu nutzenden Außenbereich. Nicht nur Auto- und Fahrradabstellplätze, sondern insbesondere ein Gartenstück und eine Terrasse werden damit auch zukünftig von uns genutzt werden können. Das Innere des Gebäudes hat als zentralen Raum einen großen teilbaren Gottesdienstraum. In der Woche wird er - zusammenhängen oder in zwei Räume geteilt - Gruppen zur Verfügung stehen. Amtszimmer des Pfarreres ebenso wie das Gemeindebüro finden dort ebenfalls ihre Heimat. Möglichkeiten, Erkennungsstücke der Gemeinde zu integrieren, gibt es an vielen Stellen; darüber finden in ausführlichen Sitzungen in den kommenden Monaten die entsprechenden Festlegungen statt. Die Roxeler Gemeinde - so unsere Überzeugung aus zahlreichen ringenden Debatten - wird sich im neuen Haus beheimatet fühlen. Jene, die Wegmarken in der Nicolaikirche passiert haben, wie beispielsweise Taufen, Hochzeiten oder Trauerfeiern, werden ihre bisherige Kirche weiterhin wiedererkennen. Dabei erwarten uns zeitgemäß nutzbare Räume mit sakralem Charakter!

Noch bedarf das Vorhaben einiger Genehmigungen, insbesondere der städtischen Behörden. Diesen kann und darf an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden. Deswegen kann heute auch noch kein genauer Zeitplan für das Vorhaben abgegeben werden. Eine Zeit lang wird sich die Gemeinde hauptsächlich in Albachten zusammenfinden müssen. Auch das ist durchaus eine Chance; nämlich die zum weiteren Zusammenwachsen der Gemeindeteile.

Freuen Sie sich mit uns auf unsere neue Kirche in Roxel!

Volker Neveling