Evangelische Kirchengemeinde Roxel - Albachten - Bösensell  Sitemap | Suche | Impressum

das Bild zeigt den ev. Gemeinderaum in Bösensell
ehemaliger Gemeinderaum in Bösensell (bis 2016)

Geographische, politische Situation

Bis Ende 1974 gehörte Bösensell als eigenständige Gemeinde zum Amt Roxel, wodurch auch

die Angliederung der ev. Gemeinde an die Ev. Kirchengemeinde Roxel begründet liegt.

Am 1. Januar 1975 wurde Bösensell ein Gemeindeteil der Gemeinde Senden.

 

Bösensell liegt 6 km nördlich des Ortsteils Senden und gehört zum Kreis Coesfeld.

Es liegt am Rande der Baumberge und grenzt an den westlichen Stadtrand von

Münster (Westfalen) an.

 

Bösensell ist eine ständig wachsende Gemeinde mit z.Z. ca. 2800 Einwohnern.

 

Die ev. Gemeinde in Bösensell hat 462 Gemeindemitglieder.

 

Geschichte

Nach dem Krieg kamen, wie fast überall im Münsterland, evangelische Christen nach Bösensell,

die mit den wenigen einheimischen evangelischen Familien eine kleine Gemeinde bildeten.

Sie wurden bis 1947 von Pfarrer Wilhelm Spieker aus Hiltrup betreut.

Auch Erich Koschützke war 1946 in Bösensell tätig.

 

1948   wurden erste Andachten gehalten, aus denen sich dann Gottesdienste entwickelten.

Vierzehntägig wurden sie von Pfarrer Gottfried Rohr gehalten und fanden in einer Baracke statt,

die aus Schweden gestiftet wurde.

Die Baracke stand auf dem Grundstück an der Bahnhofstr., wo heute der Kindergarten ist.

 

Ab   1950   fanden dann die Gottesdienste in der Schule statt.

Sie wurden von Pfarrer Gottfried Rohr und Diakon Gregor gehalten.

 

Von   1948   bis   1958   wurde die evangelische Gemeinde auch von der Gemeindehelferin

Luise Vollriede betreut.

 

Auch Karl-Heinz Fulte war später als Laienprediger in Bösensell tätig.

 

In den   sechziger Jahren   verzogen einige Familien in andere Orte, so dass das Gemeindeleben

abnahm.

 

Ab   1970   gab es zunächst keine eigenen  Gottesdienste mehr in Bösensell.

Die Gemeindemitglieder wurden zum Gottesdienst (1. und 3. Sonntag im Monat) mit einem Bus

nach Roxel gefahren.

Dort wurden in der Nicolai-Kirche von Pfarrer Diethelm Röhnisch Gottesdienste gefeiert.

1975   übernahm Pfarrer Paul Papenberg die ev. Kirchengemeinde in Roxel, die er bis 1999 leitete.

 

Anfang Oktober   1979   trafen sich einige Gemeindemitglieder zu einer Gemeindeversammlung,

da 1980 eine Presbyterwahl stattfinden sollte.

Auf dieser Versammlung wurde der Wunsch nach eigenen Gottesdiensten in Bösensell wieder

sehr deutlich.

 

ein Bild von der kath. Pfarrkirche St. Johannes

In erstaunlich kurzer Zeit konnte dieser Wunsch realisiert werden, denn die kath. Kirche in Bösensell erlaubte, für die Gottesdienste die Turmkapelle in St. Johannes zu benutzen.

 

Am 1. Advent   1979   war es dann soweit.

Der erste Gottesdienst wurde in der Turmkapelle der St.- Johannis-Pfarrkirche gefeiert.

Die Gottesdienste fanden zunächst monatlich, später 14-tägig statt und wurden zunächst von Pfarrer Paul Papenberg gehalten.

 

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Dank der Gastfreundschaft der kath. Gemeinde in Bösensell konnten / können bis heute größere Veranstaltungen wie Christvesper, Konfimationen,

Trauungen, Ehejubiläen und Beerdigungen in der großen kath. Kirche St. Johannes gefeiert werden.

 

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Nach Schließung des Haushaltswarengeschäftes Albring in Bösensell stellte das Presbyterium einen Antrag auf Anmietung der Räume.

Diesem wurde stattgegeben und seit   Februar 1982   traf man sich dann im neu renovierten Gemeinderaum an der Roxeler Straße 7.

Durch die großen Fensterscheiben und die ehemalige Nutzung  entstand der Name „Ladenkirche“.

 

Hinter der schlichten Fassade fand dort ein reges Gemeindeleben statt.

Kreatives (Bastelkurse uvm.), Wissenswertes (Vorträge u.a.) und andere Angebote (Frauenkreis, Kindergruppen usw.) belebten seitdem die Räumlichkeiten.

Die Gottesdienste fanden anfangs aber immer noch in der Turmkapelle der St. Johanniskirche statt.

 

auf dem Bild sieht man Laienprediger Ulrich Luft

Seit   1982   betreute auch der Laienprediger Herr Luft die ev. Gemeinde in Bösensell.

Neben Gottesdiensten und Amtshandlungen setzte er sich besonders für die Jugendarbeit ein.

Im April 1989 verstarb Herr Luft.

 

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Im Jahr   1987   wurden im Gebäude an der Roxeler Straße angrenzende Räume frei und konnten von der ev. Gemeinde mit angemietet werden. Nun hatte die Gemeinde eine Fläche von ca. 130 m²  zur Verfügung.

abgebildet ist das selbstgestaltete Tiffanybild

1988   entstand ein Glasbild in Tiffany-Technik.

Es wurde von Teilnehmerinnen des Tiffanykurses,

der in der ev. Gemeinde stattgefunden hatte, gestaltet.

Seitdem hängt das Bild in einem der Fenster des

Gemeinderaumes.

 

ein Bild vom Gottesdienstraum

Dank vieler Helfer wurde im   Frühjahr 1990   der Gemeinderaum neugestaltet und mit einem Altartisch versehen.

Fleißige Hände stickten ein wunderschönes Altartuch.

 

 

1999   übernahm Pfarrerin Susanne Kuckshoff die ev. Kirchengemeinde Roxel von Herrn Papenberg.

Sie leitete die Gemeinde bis zum Sommer 2011.

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Seit   Mai 2012   betreut nun Pfarrer Stephan Draheim die Gesamtgemeinde Roxel - Albachten - Bösensell.

 

Foto zeigt, wie Kreuz und Osterkerze von den Pfarrern aus dem Gemeinderaum getragen werden.

Da der Gottesdienst, der 1x im Monat in Bösensell gefeiert wurde, nur sehr wenig Beteiligung fand und der Raum auch zu den anderen Zeiten kaum genutzt wurde, hat das Presbyterium beschlossen, den Gemeinderaum in Bösensell aufzugeben.

Die feierliche Entweihung des Gemeinderaums fand am 17. Juli 2016 statt.

Die Gemeindemitglieder aus Bösensell können nun die Gottesdienste in der Nicolaikirche in Roxel bzw. im Matthias-Claudius-Haus in Albachten besuchen. Für die Fahrt dorthin steht ein Taxibus zur Verfügung.