Evangelische Kirchengemeinde Roxel - Albachten - Bösensell  Sitemap | Suche | Impressum

Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde in Albachten

Vorgeschichte1

Das Gebiet des Ortes Albachten wurde in geschichtlicher Zeit bereits wohl schon im 9. Jahrhundert besiedelt. Den Anfang des Ortes bildete eine Gruppe von Bauernhöfen am oberen Offerbach unweit der karolingischen Heerstraße, die von Münster entlang des südlichen Aa-Ufers und des Meckelbaches nach Westen, den Offerbach überquerend und weiter über die ebenfalls sehr alten Orte Bösensell, Appelhülsen, Buldern und Dülmen bis zur Lippe und an den Rhein führte. Etwas östlich des Ortes hatte dieser Heerweg eine Abzweigung nach Senden (Sendener Stiege). In jener Zeit hatte das Kloster Werden im Münsterland viele Höfe zu eigen, so auch in Albachten und den Nachbarorten. Die Haupthöfe von Albachten gehörten aber wohl schon sehr früh dem Bischof von Münster und später dem Domkapitel. Es gab vor allem die Schultenhöfe Widelinhof (heute der Hof der Familie Schulze Blasum) und den Osthof, östlich des Offerbachs gelegen (später das Haus Albachten), auf dessen ehemaligem Hofplatz heute das Matthias-Claudius-Haus steht. Daneben gab es aber wohl auch freie Grundherrschaften, wie das Haus Forkenbeck (Averweg), das Haus Borg (Rölver) und das Haus Wieck. In einem Abgabenverzeichnis des Klosters Werden unter Abt Gerold (1031 – 1050) wird von den Abgaben einer Hufe in Albagthon berichtet. Eine Urkunde des Jahres 1142 berichtet davon, dass ein Liudbertus von Hohlenbeke dem Kloster Hohenholte eine jährliche Abgabe von 2 Schillingen aus seinem Besitz in Albachten schenkt, den er latinisierend "Terra Albukten" nennt2. Die Namengebung unseres Ortes ist nicht eindeutig geklärt. Vielleicht leitet sich der Namen von Alb (= Wasser) und Beke (= Bach) ab, auch eine Ableitung aus der Mehrzahl des Vornamens Albrecht ("bei den beiden Albrechten") wird diskutiert. Die Erzählung, dass der Bischof Ludger bei einem Besuch unseres Ortes während der Fastnacht die Bewohner betrunken vorgefunden habe und mit dem Ausspruch: "...das sind alle Bachanten!" erzürnt weiter gereist sei, ist wohl nur eine Legende3.

Weil der Weg zum sonntäglichen Gottesdienst nach Münster zu weit war, wurde bereits am Anfang des
12. Jahrhunderts eine Kirche errichtet, die dem aus dem Kloster Werden stammenden Gründer des Bistums Münster, dem Friesen Ludger
(* um 742 bei Utrecht; † 26. März 809 bei Billerbeck) geweiht wurde. Es war eine kleinere Steinkirche auf dem Besitz des Domkapitels nahe dessen Oberhof Haus Albachten. Die ebenfalls im Laufe des 12. Jahrhunderts von der Familie von Coten gegründete St. Pantaleon-Kirche in Roxel war vom 12. bis zu Anfang des 14. Jahrhunderts (vor 1313) Filial-Kirche der Pfarre von Albachten. Weil bis zu diesem Zeitpunkt Roxel größer als Albachten geworden war, haben sich die Filialverhältnisse umgekehrt. Einen direkten Weg zwischen Albachten und Roxel gab es zunächst nicht. Nördlich unseres Ortes war das Quellgebiet des Offerbachs eine Sumpflandschaft, das "Albachtener Meer", das man damals über die etwas höher gelegenen Randgebiete, das Meerhook und das Möselerhook oder über die Alvingheide umgehen und dabei den ebenfalls sehr alten Nottulner Landweg kreuzen musste. Die Albachtener behielten zwar ihre St. Ludgerus-Kirche, die im Jahr 1497 auch noch renoviert wurde, aber es gab nur einen Pfarrer in Roxel, der sich in Albachten durch einen Kaplan vertreten ließ. Obwohl der Pfarrer zur Feier der Messe am Sonntag verpflichtet war, musste die Albachtener Gemeinde häufig ohne Gottesdienst auskommen. Aus einer Stiftung eines Testaments einer Albachtenerin konnten zumindest 18 Frühmessen pro Jahr bezahlt und gehalten werden. Im Jahr 1802 richteten die Bürger von Albachten an das Domkapitel die Bitte, wieder eine eigene Pfarrstelle zu erhalten. Dann kam die Besetzung des Münsterlands durch die Preußen, die Auflösung des Fürstbistums 1803, und die Zeit der französischen Besatzung; dann gehörte das Münsterland wieder  zu Preußen. Erst 1820 wurde erneut die Bitte gestellt und 1822 erhielt Albachten wieder einen eigenen Pfarrer. In den Jahren 1884 – 1887 wurde die zu kleine, baufällig gewordene St. Ludgerus-Kirche durch einen Neubau im neugotischen Stil ersetzt. Dieses Kirchengebäude wurde in den Jahren 1976 – 1978 um einige Anbauten erweitert.

Der frühere Schulzenhof des Domkapitels, das Haus Albachten, wurde 1840 von der Familie des Grafen Korff genannt Schmissing erworben und bis zum Jahr 1930 bewohnt. Es wurde dann von der Rudolf-von-der-Tinnen-Stiftung erworben und verpachtet. 1963 kaufte die katholische Kirchengemeinde das Hofgebiet (9100 m²); die umgebende Gräfte wurde bis auf den Teil, der an den Friedhof grenzt, zugeschüttet. Im Jahr 1975 war das Haus Albachten mit seinen Nebengebäuden so baufällig geworden, dass es abgerissen werden musste. Auf dem ehemaligen Hofgebiet befinden sich jetzt die Öku-Wiese mit dem Gänsebrunnen und das Matthias-Claudius-Haus der evangelischen Kirchengemeinde.

Altes Foto: Haus Albachten, im Hintergrund die Ludgerus-Kirche
Altes Haus Albachten und Ludgerus-Kirche

Albachten war bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt, 1748 gab es 364 Einwohner, 1848 waren es 599, 1900 gab es 617 Einwohner, 1925 – 823, 1939 – 951. Erst nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl durch den Zuzug aus den Ostgebieten und den zerstörten Städten; 1950 gab es in Albachten 1420 Einwohner, 1960 waren es 1920, 1973 bereits 3419, 1977 – 3663 und 2003 – 4834 Einwohner: Durch die Erstellung der Neubaugebiete waren es am 31. 12. 2010 5724 Einwohner. Es wird damit gerechnet, dass die Anwohnerzahl bis zum Jahre 2020 auf 6682 steigen wird4

Am 1. Januar 1975 wurde der Landkreis Münster aufgelöst und die bis dahin selbstständige Gemeinde Albachten als Stadtteil der Stadt Münster zugeschlagen.

 Die Anfänge

Die Reformation hat bis auf das Zwischenspiel der Wiedertäufer in der Stadt Münster und einigen anderen Städten des Münsterlandes und die Regierungszeit des Bischofs Franz von Waldeck, der 1532 das Hochstift in ein weltliches Fürstentum überführen und den Protestantismus einführen wollte, zunächst kaum Spuren hinterlassen. Vor allem das Oberstift Münster (zentrales Münsterland) blieb bei der katholischen Konfession, besonders in den ländlichen Gebieten. Das änderte sich auch nicht, nachdem das Münsterland an das mehrheitlich protestantische Preußen gefallen war und blieb so bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts.

So gab es im Jahr 1940 gerade mal 10 evangelische Christen in Albachten. Vor allem durch den Zuzug aus den Ostgebieten kamen nach dem zweiten Weltkrieg mehr Personen mit evangelischer Konfession in unseren Ort. Sie wurden zunächst von den katholischen Verbänden betreut, konnten dann aber bald zum Gottesdienst nach Mecklenbeck gehen, den der Diakon Herr Wietholz in dem ehemaligen Arbeitslager hielt1.

Seit 1947 hielt dann der aus der Niederlausitz stammende Pfarrer Herr Gottfried Rohr zunächst in der alten Schule Gottesdienste ab. Im Jahre 1950 gab es in Albachten dann schon 153 evangelische Christen. Nachdem im Jahr 1951 die neue Volksschule fertig geworden war, feierte die evangelische Gemeinde Gottesdienste in deren Räumen, zuletzt in der Aula der Schule. In der Folgezeit wurde auch der Kindergottesdienst in der Aula der Volksschule abgehalten, der von Frau Edith Neugebauer ins Leben gerufen und geleitet wurde. Es kamen damals mehr als 60 Kinder regelmäßig zu diesem Gottesdienst.

Die evangelische Gemeinde Albachten gehörte bis 1962 zum Seelsorgebezirk Mecklenbeck und wurde dann an den Bezirk Roxel angeschlossen und von dem dortigen Pfarrer betreut. Das war von 1962 bis 1974 der aus Berlin stammende Pfarrer Herr Diethelm Röhnisch. Er leitete auch die Planungen für das evangelische Gemeindezentrum in Albachten. Herr Diethelm Röhnisch verließ die Gesamtgemeinde Roxel im Jahre 19741.

Nach Differenzen mit der Volksschule wurde die Evangelische Gemeinde von den katholischen Joseph-Schwestern aus Oslo eingeladen ihre Gottesdienste, d. h. auch den Kindergottesdienst, in der Kapelle des Schwesternhauses in der Osthofstraße zu feiern.

 Das Matthias-Claudius-Haus

Im Jahr 1975 wurde der aus Bad Gandersheim stammende Herr Paul Papenberg Pfarrer der großen evangelischen Gesamtgemeinde Roxel, zu der auch Albachten gehörte. Im Jahre 1973 hatte die evangelische Gemeinde noch unter Herrn Pfarrer Röhnisch nach längerem Hin und Her von der katholischen Gemeinde ein Areal von ca. 2400 m² von der Fläche des alten Haus Albachten erworben, und mit der Planung eines Gemeindezentrums begonnen.

Bild: Grundsteinlegung für das Matthias-claudius-Haus, Ansprache von Herrn Jürgen Ahrendts
Herr Jürgen Ahrendts bei der Grundsteinlegung des Matthias-Claudius-Hauses

Herr Pfarrer Papenberg führte die Planung weiter, und am 9. April 1977 wurde nach den Ausschachtungen der Grundstein gelegt. Inzwischen fanden, von 1976 an, die evangelischen Gottesdienste in Albachten in der Kapelle des nahegelegenen Schwesternhauses statt.

Am 25. März 1979 wurde das neue Gemeindezentrum in Albachten eingeweiht und wie es heißt1 "fand die räumliche Heimatlosigkeit zur großen Freude der ganzen Gemeinde ein Ende".

 

Portrait von Matthias Claudius
Matthias Claudius

Das Gemeindehaus wurde nach Matthias-Claudius (Jurist, Schriftsteller, Dichter, * 5. August 1740, † 21. Januar 1815) benannt, der Texte verfasste, die von einer breiten Mehrheit verstanden und aufgenommen wurden. Für die damalige Zeit war er aufgeklärt und tolerant, auch wenn er für die fürstliche Obrigkeit plädierte. Trotzdem hat er in seinen Veröffentlichungen auch sozialkritische Themen aufgegriffen und unbequeme Wahrheiten ausgesprochen. Er ist vor allem durch seine Zeitschrift "Der Wandsbeker Bote" bekannt geworden. Wir sehen in Mattias Claudius ein Vorbild für unsere Gemeinde, und so war der Titel des 'Wandsbeker Botens' auch ein Vorbild für den Titel des Albachtener Gemeindebriefs "Claudius Bote".

Bild: Ansicht des Matthias-Claudius-Haus, Eingengsbereich
Matthias-Claudius-Haus (April 2012)

Das Matthias-Claudius-Haus wurde offiziell nicht als Kirche bezeichnet, weil es von Anfang an für verschiedene kirchliche Aktivitäten gedacht war. Aber der zentrale Raum mit Altar, Kanzel und Orgel ist fast ausschließlich für den Gottesdienst vorgesehen. Der etwas höher gelegene Funktionsraum wird zwar meist von kirchlichen Gruppen genutzt, kann aber auch zur Erweiterung des Gottesdienstraums geöffnet werden. Weitere Räume – auch die im Keller – können für verschiedene Zwecke genutzt werden, vor allem für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Meist hat der Kirchenraum – ggf. mit seiner Erweiterung – für alle Besucher Platz. Zu Weihnachten allerdings feiert die evangelische Kirchengemeinde die Christvesper in der St. Ludgerus-Kirche der katholischen Schwestergemeinde. Das ist nur einer der Ausdrücke für das besonders gute Zusammenwirken der beiden Konfessionen im Stadtteil Albachten.

Bild des sonnendurchfluteten Gottesdienstraumes des Matthias-Claudius-Hauses
Gottesdienstraum des Matthias-Claudius-Haus

Gemeindeleben

Seit 1961 gehörte die evangelische Gemeinde in Albachten zur Gesamtgemeinde Roxel. Neben Roxel waren die anderen Gemeindeteile Bösensell, Appelhülsen und Havixbeck angeschlossen. Es gab zunächst nur einen Pfarrer. Aber im Jahr 1971 wurde ein zweiter Pfarrer eingestellt. Schließlich kam 1980 auch noch Nienberge zur Gesamtgemeinde Roxel. Es gab dann zwei Pfarrbezirke. Der Pfarrbezirk I bestand aus Roxel, Bösensell und Albachten mit einem Pfarrer und 9 Presbytern (Albachten 3, Bösensell 2, Roxel 4).

Der Pfarrbezirk II bestand aus Appelhülsen, Havixbeck und Nienberge mit einem Pfarrer und 11 Presbytern (Appelhülsen 2, Havixbeck 5, Nienberge 4). Es gab zeitweise für Nienberge einen Pfarrer im Entsendungs­dienst. Pfarrer im Bezirk I war Herr Paul Papenberg6.

 Am 1. Januar 1989 wurde die große Gesamtgemeinde Roxel dreigeteilt, in 1. die Gesamtgemeinde Roxel mit ungefähr 3500 evangelischen Christen (Gemeindeteile Albachten, Bösensell, Roxel), 2. die Gemeinde Nienberge, und 3. die Gemeinde Havixbeck. Der Gemeindeteil Appelhülsen wurde von der Gemeinde Billerbeck / Nottuln aufgenommen5.

Das Presbyterium soll – neben dem Pfarrstelleninhaber – 8 Mitglieder haben (3 aus Albachten, 2 aus Bösensell und 3 aus Roxel).

In Albachten sind ausgehend vom Matthias-Claudius-Haus als Gemeindezentrum verschiedene kirchliche Gruppen entstanden8.

So gibt es schon seit 1963 die 'Frauenhilfe', die wohl von Frau Anna Czirr gegründet wurde, später von Frau Hanna Hesse, Frau Marianne Hattenhorst und dann von Frau Edeltraut Hoffmann geleitet wurde. Jetzt ist Frau Christine Lehmkuhl die Leiterin.

Aus der Frauenhilfe entstand ungefähr im Jahre 1970 auf Initiative von Frau Marianne Hattenhorst die 'Offene Handarbeitsgruppe', die jetzt von Frau Christel Riegel geleitet wird.

In der Jugendarbeit hat sich das Ehepaar Vera Krause-Czirr und Detlev Czirr besonders engagiert, es gab von 1975 bis 2004 eine Jugendgruppe, die für alle Jugendlichen offen war (OJA) und sehr viel unternommen hat.

Im Jahr 1976 gründete sich der 'Mütterabendkreis' der evangelischen Gemeinde in Albachten, der – nachdem die Kinder erwachsen geworden waren – sich 'Abendkreis der Frauen' nennt. Der Kreis wurde lange von Frau Barbara Thurm geleitet, jetzt von Frau Oki Leßmann und Frau Gisela Poth.

Seit 1977 gibt es unseren Kirchenchor, 1977 bis 1981 unter der Leitung von Herrn Christian Marker, 1981 bis 1986 geleitet von Frau Charlotte Charlier und seit 1986 von Frau Linde Kessler.

Von Dezember 1978 bis Dezember 2011 erschien vierteljährig – initiiert und zuerst redaktionell geleitet von Herrn Jürgen Ahrendts – der 'Claudius-Bote' als unser Gemeindebrief, es waren 137 Ausgaben.

Seit September 2002 enthielt der 'Claudius-Bote' den gleichen Inhalt wie der Gemeindebrief der anderen beiden Teilgemeinden. Seit März 2012 gibt es nur noch einen gemeinsamen Gemeindebrief für die Gesamtgemeinde Roxel mit dem Titel 'meine Gemeinde'.

Im Jahre 1980 übergab Frau Edith Neugebauer - krankheitsbedingt - den Kindergottesdienst , der im Matthias-Claudius-Haus gefeiert wurde, an Frau Chridtine Ahrendts, die ihn von 1980 bis 1989 leitete. Der Kindergottesdients wurde von 1989 bis 1995 von Frau Feldhaus und Herrn Pfeiffer geleitet. Der Kindergottesdienst ist in der Kinderkirche aufgegangen.

Von 1982 bis 1997 gab es in unserer Gemeinde einen Seniorentanzkreis.

Seit 1985 gibt es den Bibelkreis der Frauen, initiiert und geleitet von Frau Edith Neugebauer.

Dazu wurde 1987 das Bibelseminar gegründet, initiiert und geleitet von Frau Christine Ahrendts.

Am Anfang der 1990-er Jahre nahm der Ortsteil Albachten deutschstämmige Familien von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion auf. Unter anderen hat sich unsere Kirchengemeinde dieser Familien angenommen um ihnen eine neue Heimat zu geben. Es gab so etwas wie Patenschaften für sie. Besonders Frau Edith Neugebauer hat sich für diese Aussiedlerfamilien eingesetzt und sie in vielerlei Hinsicht betreut. Sie wurde als 'die gute Seele vom evangelischen Gemeindedienst bezeichnet7'. Die Aussiedler-Frauen nehmen gerne am Bibelkreis der Frauen teil und unter ihnen sind auch die treuesten Gottesdienstbesucher unsere Gemeinde.

Im Jahre 1993 wurde in unserer Gemeinde die Kinderspielgruppe 'Die Teichpiraten' gegründet, von 1993 bis 2004 unter der Leitung von Frau Elke Rösmann, seit 2004 von Frau Birgit Düsterhöft.

Seit 1995 sind Gemeindemitglieder im Gottesdienst Lektoren.

Im Jahr 1995 entstand aus dem Kindergottesdienst die  Kinderkirche, bis 2009 unter der Leitung von Frau Claudia Ditzel, seit 2009 getragen von Frau Jutta Friemel, Frau Anke Leimbach und Frau Nicole Schlögelhofer.

Zwischen 1997 und 2004 gab es Bibelabende der Frauen, geleitet von der Synodalbeauftragten für Frauenarbeit Frau Elisabeth Sturm mit Frau Helga Wemhöner.

Am 7. 3. 1998 fand der erste ökumenische Minigottesdienst statt. Der Minigottesdienst steht unter dem Motto "Gottes Liebe ist so wunderbar!"

Seit 2005 gibt es den Claudius Kindergarten, nachdem die erste Leiterin Frau Claudia Werp eine andere Aufgabe wahrnimmt, steht er jetzt unter der Leitung von Frau Kathi Franko.

Seit Ende 2005 gibt es aus Sparsamkeitsgründen keine hauptamtlichen Küster mehr. Seit dem 1. 1. 2006 stellt deshalb die Gemeinde ehrenamtliche Küster; Ansprechpartner dafür ist Frau Claudia Ditzel.

 Im Jahr 2009 konnten wir das 30-jährige Bestehen unseres Matthias-Claudius-Haus feierlich begehen7.

Unsere Pfarrer und Pfarrerinnen

Herr Pfarrer Herr Paul Papenberg, der noch an der Planung des Matthias-Claudius-Haus mitgewirkt hat, trat 1999 in den Ruhestand.

Von 1999 bis 2011 war Frau Susanne Kuckshoff die hauptamtliche Pfarrerin in der Gesamtgemeinde Roxel und damit auch für Albachten zuständig.

 

Portrait von Herrn Paul Papenberg
Pfarrer Herr Paul Papenberg
Portrait von Frau Susanne Kuckshoff
Pfarrerin Frau Susanne Kuckshoff

Für das Jahr 1985 gelang es dem Presbyterium, wegen der größer werdenden Gemeinde und der damit höheren Belastung des Pfarrers, vom Kirchenkreis einen Pfarrer bzw. eine Pfarrerin im Entsendungsdienst zugewiesen zu bekommen.
Das war in den Jahren von 1985 bis 1988 Frau Dorothea Korb.
Die zusätzliche Pfarrstelle war vereinbarungsgemäß vor allem für die speziellen Belange der Teilgemeinde Albachten zuständig.
In den Jahren von 1988 bis 1990 war Frau Christiane Holze Pfarrerin im Entsendungsdienst in unserer Gemeinde.
In den Jahren von 1990 bis 1997 war es Herr Markus Freitag.
Von 1997 bis 2004 war Frau Helga Wemhöner die zweite Pfarrerin in unserer Gemeinde.
Schließlich nahm von 2004 bis 2009 Frau Kerstin Duchow diese Aufgabe wahr.

 

Portrait: Frau Dorothea Korb
Frau Dorothea Korb
Portrait: Herr Markus Freitag
Herr Markus Freitag
Portrait: Frau Christiane Holze
Frau Christiane Holze

Portrait: Frau Helga Wemhöner
Frau Helga Wemhöner
Portrait: Frau Kerstin Duchow
Frau Kerstin Duchow

Nach dem Ausscheiden von Frau Kerstin Duchow als Pfarrerin im Entsendungsdienst in unserer Kirchengemeinde war der Kirchenkreis aus Einsparungsgründen nicht mehr bereit, diese Pfarrstelle wieder zu besetzen. Die Gemeinde war daher angesprochen, sich darüber Gedanken zu machen, die Aufgaben der Gesamtgemeinde so zu gestalten, dass die von nur einer einzigen Pfarrstelleninhaberin bewältigt werden könnte. Überraschend für alle Gemeindemitglieder, nicht nur für die aus Albachten und Bösensell – aber besonders für diese – wurde auf einer Gemeindeversammlung am 28. November 2009 vom Gesamtpresbyterium verkündet, dass es in Zukunft nur noch Gottesdienst in der Nicolai-Kirche in Roxel geben solle. Sehr viele Gemeindemitglieder waren darüber sehr betroffen. Es gab viele Vorschläge dazu, das Problem der einzigen Pfarrstelle für drei unterschiedliche und geschichtlich gewachsene Gemeindeteile zu meistern. Es gab Unterschriftensammlungen, Presseerklärungen und schließlich eine weitere Gemeindeversammlung unter Beteiligung der Kreissynode. Der danach entstandene Kompromiss ergab, dass es an einem Sonntag im Monat neben dem regelmäßigen Gottesdienst in der Nicolai-Kirche in Roxel je einen weiteren Gottesdienst im Matthias-Claudius-Haus in Albachten und in der Ladenkirche in Bösensell geben sollte. Für die übrigen Sonntage wurden Fahrdienste von Bösensell und Albachten nach Roxel eingerichtet.

Frau Susanne Kuckshoff hat sich auf eigenen Wunsch im September 2011 in eine andere Gemeinde versetzen lassen. Daher war es dann die wichtigste Aufgabe für das Presbyterium einen neuen Pfarrer bzw. eine neue Pfarrerin zu finden und die Zeit der Vakanz bis zu einer neuen Berufung zu überbrücken. Frau Nicole Schlögelhofer, sie ist Albachtener Ortspresbyterin, ist es gelungen für fast alle Gottesdienste in der Vakanzzeit einen Pfarrer bzw. eine Pfarrerin aus dem Kirchenkreis als Vertretung zu bekommen.

Das Presbyterium war bei der Suche nach einem neuen Pfarrer erfolgreich. Wir alle freuen uns mit Herrn Pfarrer Stephan Draheim, der seit Mai 2012 unser gemeinsamer Pfarrer ist, einen Neuanfang beginnen zu können.

                                                                                                                                                                           Ulrich Poth

 

Portrait: Herr Stephan Draheim
Pfarrer Herr Stephan Draheim

Quellen:

1 Norbert Espenkott: Albachten – von der ersten Siedlungstätigkeit bis zum Jahre 1979
2 vorliegende Urkunde aus dem Jahr 1142
3 Albachten, Geschichte, Wikipedia
4 Statistik der Stadtbezirke von Münster
5 Claudius-Bote 44, Dezember 1988 – Februar 1989
   Urkunde der Landeskirche vom 1 Dezember 1988, Claudius-Bote 45, März – Mai 1989
6 Wilfried Teuteberg, Claudius-Bote 26, Juni – August 1984
7 Idea Spektrum Nr. 10 vom 6. März 1996
8 Christine Ahrendts: Tafeln zum 30-jährigen Bestehen des Matthias-Claudius-Haus